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Carrosserie HESS AG: Bessere Mobilität durch erhöhte Modularität

Rund um den Globus nutzen unzählige Passagiere Busse von der Carrosserie HESS AG im öffentlichen Verkehr. Unterstützt von AUCOTEC als Technologielieferant und ROTRING DATA als Integrationspartner setzt das Engineering-Team seit 2025 auf Engineering Base. 
 

Das Wichtigste im Überblick:

  • 2023 startete die Carrosserie HESS AG eine Evaluation möglicher neuer CAE im Elektroengineering. Dabei setzte sich AUCOTEC Engineering Base durch.
  • Bei der Einführung konzentrierte sich AUCOTEC auf das technische Consulting, ROTRING DATA auf die Datenaufbereitung und Systemintegration.
  • Engineering Base steht bereits im Einsatz in produktiver Umgebung. Die Vorteile: Weniger manueller Aufwand, tiefere Fehlerquote, modulare E/E-Architektur.

Pionier im öffentlichen Verkehr

Gemeinsam mit internationalen Lizenznehmern produziert die Carrosserie HESS AG Jahr für Jahr über 2500 Busse, die weltweit im Einsatz stehen. Der führende Schweizer Hersteller von Bussen, Trolleybussen und Nutzfahrzeugen beschäftigt über 1300 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von über CHF 380 Mio. erwirtschaften. HESS steht für innovative, umweltfreundliche Mobilitätslösungen, insbesondere im öffentlichen Verkehr. Bei Planung, Entwicklung und Umsetzung neuer Lösungen spielt das Elektroengineering eine zentrale Rolle – genauso wie die dabei eingesetzten Tools.

Ihre Ansprechperson

Frank Enkegaard

Frank Enkegaard

Key Account Manager

+41 43 322 42 19

«Aufgrund des starken Wachstums stiess unsere Toollandschaft an ihre Grenzen. 2023 starteten wir die Erneuerung mit einer umfassenden Evaluation. Ein Hauptziel war, die allgemeinen Vorteile einer modernen Engineering-Lösung zu nutzen und gleichzeitig die kundenspezifische Varianz der HESS-Produkte weiterhin abbilden zu können.» 

Pascal Ellenberger
Leiter Mechatronik, Carrosserie HESS AG


Fehlende Datenbank – fehlende Effizienz

Ein HESS-Bus besteht in der Regel aus mehr als 7000 Teilen und Komponenten, die durch bis zu 17 km Kabel vernetzt sind. Bis vor kurzem nutzte das zuständige Team ein traditionelles, grafikorientiertes ECAD, mit dem sich die spezifischen Anforderungen im Elektroengineering eines Busherstellers flexibel erfüllen liessen. Diesem Vorteil standen jedoch unterschiedliche Nachteile gegenüber:

  • Manueller Aufwand: Quasi jedes Elektroschema entstand bei jedem Projekt neu, wodurch Effizienzgewinne nur sehr beschränkt möglich waren.
     
  • Fehlende Datensynchronisation: Der Mangel an synchronisierten Daten und automatisierten Abläufen machte mehr Korrekturen notwendig und erhöhte den Zeitaufwand.
     
  • Fehlende Modularität: Ohne zentrale Datenbank war die Abbildung von Modularitäten, d.h. wiederverwendbaren Engineeringleistungen nahezu unmöglich.


Um den stetig anspruchsvolleren Anforderungen von Kunden und Zulassungsbehörden – was zunehmend modulare E/E-Architekturen erfordert – gerecht zu werden, startete HESS 2023 eine mehrstufige Evaluation für die Einführung eines modernen CAE im Elektroengineering. In der Endrunde, die eine «Besichtigung» bei Referenzkunden der zwei verbleibenden Anbieter beinhaltete, setzte sich AUCOTEC Engineering Base durch. Auf die Evaluation folgte eine von ROTRING DATA als Schweizer AUCOTEC-Vertreter koordinierte, mehrmonatige Testphase. Ziel dieses «Proof of Concept» (PoC) war, das Team auf die Nutzung in produktiver Umgebung optimal vorzubereiten.
 

«Die Mobility-Industrie, insbesondere die Nische der Stadtbusse, stellt Engineering-Tools vor spezifische Herausforderungen. Die Zusammenarbeit zwischen unserem Projektteam, AUCOTEC und ROTRING DATA hat sich rasch eingespielt. So konnten wir bestehende und für uns wichtige betriebliche Eigenschaften übernehmen und die Lösung Schritt für Schritt produktiv nutzen.» 

Pascal Ellenberger
Leiter Mechatronik, Carrosserie HESS AG


Consulting, Integration und Training

In der Testphase (PoC) nutzte das HESS-Team eine von ROTRING DATA bereitgestellte, befristete Lizenz für Engineering Base Cable. Diese Programmvariante eignet sich speziell für das Engineering (Planung, Verkabelung usw.) von Spezialfahrzeugen. Nichtsdestotrotz kam der Überprüfung der Erfüllung zusätzlicher, HESS-spezifischer Anforderungen eine zentrale Rolle zu. AUCOTEC als Technologielieferant und ROTRING DATA als Integrationspartner unterstützen das Team, wobei sie verschiedene Schwerpunkte setzten: 

  • AUCOTEC: Der Einsatz von Engineering Base im Mobilitätssektor setzt speziell viel Spezialwissen voraus. Um das dem HESS-Team zu vermitteln, übernahm AUCOTEC die programmbezogene Beratung und Schulung der involvierten Mitarbeiter. 
     
  • ROTRING DATA: Neben der Projektkoordination übernahmen die Experten aus Regensdorf ZH die Datenaufbereitung für den Datenbank-Import, die Einrichtung der IT-Umgebung, die Anbindung von Engineering Base ans ERP und weitere Aufgaben.


Auf Basis der Erfahrungen mit der bisher genutzten, dokumentorientierten ECAD-Lösung versuchten die neuen User gezielt, spezifische Probleme mit der neuen Software effizienter zu lösen bzw. in verschiedenen Schemata abzubilden. Dabei bewährte sich Engineering Base mit dem objektorientierten Datenbank-Ansatz als leistungsstarke Kooperationsplattform. Sie vereinfacht nicht nur die Erstellung elektrotechnischer Dokumentationen stark. Sie erfüllt auch betriebsspezifische Anforderungen wie die Integration kundenspezifischer Systeme (z.B. Betriebsleitsystem) und das Handling einer grossen Anzahl an Zulieferteilen.
 

«Toolmässig sind wir im Engineering jetzt so aufgestellt, wie es unsere eigenen Ansprüche verlangen. Nicht nur Geschwindigkeit und Qualität der Arbeit haben sich markant verbessert. Wir konnten auch die Organisation des Teams – mit Zuständigkeiten innerhalb der modularen Baugruppenstruktur - entsprechend anpassen.» 

Pascal Ellenberger
Leiter Mechatronik, Carrosserie HESS AG


Arbeitsweise mit Zukunft

Unterstützt von AUCOTEC und ROTRING DATA schaffte das HESS-Team den Systemwechsel parallel zum laufenden Geschäft. Zehn Mitarbeiter nutzen Engineering Base heute in produktiver Umgebung. Ihr Arbeitsalltag hat sich in verschiedener Hinsicht gewandelt:

  • Arbeitsweise: Statt manuellem, repetitivem Arbeiten steht effizientes Engineering mittels zentraler Datenbank («einmal generiert, x-fach repräsentiert») im Fokus. 
     
  • Qualität: Der Wegfall manueller Datenübertragungen reduziert die Fehlerquote und den Zeitaufwand im Vergleich mit dem bisherigen Engineering-Tool.
     
  • Architektur: Eine modulare E/E-Architektur, die mit einer möglichst grossen Wiederverwendbarkeit von Engineeringleistungen einhergeht, ist vorhanden.


Aufgrund der noch kurzen Einsatzzeit von Engineering Base in produktiver Umgebung lässt sich der Nutzen noch nicht quantifizieren. Das Feedback der Mitarbeiter ist jedoch Beleg dafür, dass sich der bemerkenswerte Initialaufwand für die Einführung gelohnt hat. Die Begleitung durch Experten von AUCOTEC und ROTRING DATA wandelt sich immer mehr von engmaschig zu punktuell gemäss dem üblichen Supportvertrag mit ROTRING DATA. Die Carrosserie HESS AG ist gut aufgestellt, um den öffentlichen Verkehr mit neuen Innovationen nachhaltig voranzubringen.

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