Pascal Trecek
Sales Account Manager



Seit 65 Jahren bringt Gilgen Logistics Bewegung in die Logistik-Branche. Eine konsequente Innovations- und Digitalisierungsstrategie ist dabei ein zentraler Antreiber. Zur Beseitigung möglicher Hindernisse geht das Unternehmen neue Wege, u.a. einen Gemba Walk mit ROTRING DATA.
Fördersysteme und Lagerlösungen, Automatisierungen, IT-Lösungen, Verladetechnik und Spezialgeräte sind die Kernkompetenzen der Gilgen Logistics AG. Die Schweizer Post, Roche, Novartis und zahlreiche andere Kunden zählen auf Intralogistik-Expertise des familiengeführten Unternehmens aus Obwerwangen BE, das über 200 Mitarbeitende an mehreren Standorten in der Schweiz und Deutschland beschäftigt. Seit 2013 unterstützt ROTRING DATA Gilgen Logistics, bei der Einführung, Nutzung und Optimierung von CAD-, CAE-, CPQ- und PDM-Lösungen.
«Auch in sehr gut eingespielte Prozesse können sich blinde Flecken bzw. Fehlerquellen einschleichen. Nach 13 Jahren intensiver Zusammenarbeit mit ROTRING DATA war die Zeit reif, unsere Engineering-Tools und -Prozesse einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen.»
Daniel Fricker
Bereichsleiter Innovation & Entwicklung, Gilgen Logistics AG
Innovation ist bei Gilen Logistics ein zentraler Unternehmenswert, wie Eigenentwicklungen oder die Pionierrolle im Augmented Reality-Bereich belegen. Im Frühjahr 2026 erhielt ROTRING DATA den Auftrag, die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie im Engineering & Datenmanagement auf den Prüfstand zu stellen. Aus verschiedenen Perspektiven:

Verschieden Abteilungen von Gilgen Logistics nutzen verschiedene CAD-, PDM- und CPQ-Programme, oft bereits seit vielen Jahren. Da können sich auch in innovativen, stark digitalisierten Firmen blinde Flecken bilden bzw. Optimierungschancen ungenutzt bleiben. Um diesen unter Berücksichtigung spezifischer Schranken (z.B. spezifische Kundenwünsche sind weiter möglich) auf die Spur zu kommen, führte ROTRING DATA einen Gemba Walk durch.
«Um überhaupt Verbesserungsvorschläge für tools- und teamsübergreifende Engineering-Prozesse machen zu können, braucht es flexible Anpassungen der Flughöhe. Mal ist der Fokus eher technisch, mal eher organisatorisch. ROTRING DATA beherrscht die Wechsel.»
Daniel Fricker
Bereichsleiter Innovation & Entwicklung, Gilgen Logistics AG
Bei der Einführung von Autodesk Inventor (3D-CAD), Autodesk Vault (PDM) und Tacton CPQ agierte ROTRING DATA seinerzeit als Integrationspartner. Das Zusammenspiel dieser Tools ist von zentraler Bedeutung im Engineering-Prozess von Gilgen Logistics, nicht zuletzt für die Angebotserstellung für Fördersysteme. Die drei Experten (je ein Autodesk-, Tacton- und Vertriebsspezialist) von ROTRING DATA beobachteten und befragten diverse Teams von Gilgen Logistics. Dabei folgten sie der Reihenfolge der genutzten Tools:

Die ROTRING DATA-Experten verwerteten ihre Beobachtungen zu Optimierungsvorschlägen des seit 2013 gewachsenen Prozesses. Sie zeigen den involvierten Teams von Gilgen Logistics Wege auf, neue Features der eingesetzten Tools gezielt zu nutzen, manuelle Schritte und Fehlerquellen zu beseitigen – ohne dabei den Raum für kundenspezifische Anpassungen (ca. 30 % einer Anlage) zu verbauen. Dabei beschränken sie sich nicht auf die Angebotserstellung, sondern decken den kompletten Prozess bis zur Inbetriebnahme ab.
«Wir haben jetzt einen Plan für kurzfristig umsetzbare, kleinere Anpassungen unserer Engineering-Prozesse. Diese können für die Etablierung von parallelem Engineering vorspuren. Die Erkenntnisse aus dem Gemba Walk bilden nicht nur die Basis für diese längerfristige Vision, sondern auch für die Diskussionen im Management.»
Daniel Fricker
Bereichsleiter Innovation & Entwicklung, Gilgen Logistics AG
Im Rahmen der Anlayse des Eningeering-Prozesses von Gilgen Logistics bezog ROTRING DATA nicht nur die User der dafür eingesetzten Tools in die Analyse ein, sondern alle mit den Prozessdaten arbeitenden Teams (SPS-Programmierer, Elektroengineering usw.) Wozu?

Nach dem Gemba-Walk ist vor der Realisierung der identifizierten Verbesserungspotentiale. Im vernetzten, digitalen Zeitalter kann die Optimierung eines Teilbereichs den Weg für einen effizienten Gesamtprozess ebnen. Anpassungen wie die Behebung von Fehlerquellen mittels Automation sind Etappen auf der Strecke vom seriellen zum parallelen Engineering, d.h. der Nutzung einer zentralen Tools- und Teams-übergreifenden Datenbank als «single source of truth». Das Tempo sollen in erster Linie nicht interne Befindlichkeiten oder technische Aspekte, sondern die Kundenzufriedenheit vorgeben.