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Gemba Walk bei Gilgen Logistics: In kleinen Schritten von seriellem zu parallelem Engineering

Seit 65 Jahren bringt Gilgen Logistics Bewegung in die Logistik-Branche. Eine konsequente Innovations- und Digitalisierungsstrategie ist dabei ein zentraler Antreiber. Zur Beseitigung möglicher Hindernisse geht das Unternehmen neue Wege, u.a. einen Gemba Walk mit ROTRING DATA.  
 

Das Wichtigste im Überblick:

  • ROTRING DATA führte bei Gilgen Logistics einen Gemba Walk durch, um nach 13 Jahren Zusammenarbeit die Nutzung von CAD-, PDM- und CPQ-Tools zu evaluieren.
  • Die Experten betrachteten den kompletten Engineering-Prozess für Fördersysteme, wobei u.a. die Angebotserstellung eine zentrale Rolle einnahm.
  • Die Analyse bzw. die daraus hergeleiteten Optimierungsvorschläge ermöglichen rasche Verbesserungen bestehender Prozesse und die Umsetzung einer langfristigen Vision.

Intralogistik-Lösungen seit 1961 am Puls der Zeit

Fördersysteme und Lagerlösungen, Automatisierungen, IT-Lösungen, Verladetechnik und Spezialgeräte sind die Kernkompetenzen der Gilgen Logistics AG. Die Schweizer Post, Roche, Novartis und zahlreiche andere Kunden zählen auf Intralogistik-Expertise des familiengeführten Unternehmens aus Obwerwangen BE, das über 200 Mitarbeitende an mehreren Standorten in der Schweiz und Deutschland beschäftigt. Seit 2013 unterstützt ROTRING DATA Gilgen Logistics, bei der Einführung, Nutzung und Optimierung von CAD-, CAE-, CPQ- und PDM-Lösungen.

Ihre Ansprechperson

Pascal Trecek

Pascal Trecek

Sales Account Manager

«Auch in sehr gut eingespielte Prozesse können sich blinde Flecken bzw. Fehlerquellen einschleichen. Nach 13 Jahren intensiver Zusammenarbeit mit ROTRING DATA war die Zeit reif, unsere Engineering-Tools und -Prozesse einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen.» 

Daniel Fricker
Bereichsleiter Innovation & Entwicklung, Gilgen Logistics AG


Digitalisierung im Engineering auf dem Prüfstand

Innovation ist bei Gilen Logistics ein zentraler Unternehmenswert, wie Eigenentwicklungen oder die Pionierrolle im Augmented Reality-Bereich belegen. Im Frühjahr 2026 erhielt ROTRING DATA den Auftrag, die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie im Engineering & Datenmanagement auf den Prüfstand zu stellen. Aus verschiedenen Perspektiven:

  • Arbeitstechnik: Die Experten von ROTRING DATA analysierten die Nutzung der eingesetzten Tools und zeigen bei Bedarf effizientere Techniken auf.
     
  • Systemtechnik: Schnittstellen bzw. der Datenaustausch zwischen CAD, CPQ, ERP usw. waren auch Teil der Analyse bzw. möglicher Verbesserungsvorschläge.
     
  • Tool-Landschaft: Mit der Digitalisierungsstrategie als Messlatte erfolgte eine Status-Quo-Beurteilung, der sich Vorschläge für mögliche Ergänzungen anschliessen.


Verschieden Abteilungen von Gilgen Logistics nutzen verschiedene CAD-, PDM- und CPQ-Programme, oft bereits seit vielen Jahren. Da können sich auch in innovativen, stark digitalisierten Firmen blinde Flecken bilden bzw. Optimierungschancen ungenutzt bleiben. Um diesen unter Berücksichtigung spezifischer Schranken (z.B. spezifische Kundenwünsche sind weiter möglich) auf die Spur zu kommen, führte ROTRING DATA einen Gemba Walk durch. 

«Um überhaupt Verbesserungsvorschläge für tools- und teamsübergreifende Engineering-Prozesse machen zu können, braucht es flexible Anpassungen der Flughöhe. Mal ist der Fokus eher technisch, mal eher organisatorisch. ROTRING DATA beherrscht die Wechsel.» 

Daniel Fricker
Bereichsleiter Innovation & Entwicklung, Gilgen Logistics AG 


Durchleuchtung von CAD-Modellierung bis Inbetriebnahme beim Kunden

Bei der Einführung von Autodesk Inventor (3D-CAD), Autodesk Vault (PDM) und Tacton CPQ agierte ROTRING DATA seinerzeit als Integrationspartner. Das Zusammenspiel dieser Tools ist von zentraler Bedeutung im Engineering-Prozess von Gilgen Logistics, nicht zuletzt für die Angebotserstellung für Fördersysteme. Die drei Experten (je ein Autodesk-, Tacton- und Vertriebsspezialist) von ROTRING DATA beobachteten und befragten diverse Teams von Gilgen Logistics. Dabei folgten sie der Reihenfolge der genutzten Tools:

  • Autodesk Vault & Inventor: Nach Prüfung der Recyclebarkeit eines ähnlichen Projekts aus Vault startet die Modellierung der Anlage in Inventor. Dafür nutzt Gilgen Logistics eine Standardbibliothek häufig genutzter Bauteile (Baukastensystem).
     
  • Excel: Die aneinandergereihten Anlagenelemente bzw. Informationen dazu (Produktnummer, Dimensionen usw.) kommen in eine Excel-Tabelle. Für den Folgeschritt muss jedes Element in einer separaten Tabelle enthalten sein, wofür eine manuelle Trennung der Elemente erfolgt.
     
  • Tacton: Zur Erstellung der Stücklisten (pro Element) erfolgen hier der manuelle Datenimport (pro Element) sowie die Sortierung der Elemente in der Reihenfolge gemäss Inventor. Von da aus gelangen die Daten zu den weiteren Tools und Teams im Prozess.


Die ROTRING DATA-Experten verwerteten ihre Beobachtungen zu Optimierungsvorschlägen des seit 2013 gewachsenen Prozesses. Sie zeigen den involvierten Teams von Gilgen Logistics Wege auf, neue Features der eingesetzten Tools gezielt zu nutzen, manuelle Schritte und Fehlerquellen zu beseitigen – ohne dabei den Raum für kundenspezifische Anpassungen (ca. 30 % einer Anlage) zu verbauen. Dabei beschränken sie sich nicht auf die Angebotserstellung, sondern decken den kompletten Prozess bis zur Inbetriebnahme ab. 

«Wir haben jetzt einen Plan für kurzfristig umsetzbare, kleinere Anpassungen unserer Engineering-Prozesse. Diese können für die Etablierung von parallelem Engineering vorspuren. Die Erkenntnisse aus dem Gemba Walk bilden nicht nur die Basis für diese längerfristige Vision, sondern auch für die Diskussionen im Management.» 

Daniel Fricker
Bereichsleiter Innovation & Entwicklung, Gilgen Logistics AG


Neue Perspektiven durch Aussensicht

Im Rahmen der Anlayse des Eningeering-Prozesses von Gilgen Logistics bezog ROTRING DATA nicht nur die User der dafür eingesetzten Tools in die Analyse ein, sondern alle mit den Prozessdaten arbeitenden Teams (SPS-Programmierer, Elektroengineering usw.) Wozu?

  • Neutraler Blick: Das profunde Tool-Verständnis befähigt die Experten, Schwächen des gesamten Ablaufs sowie von Teilen ohne «interne Scheuklappen» zu erkennen.
     
  • Kleine, erste Schritte: Zunächst erhält der Kunde konkrete Verbesserungsvorschläge (neue Schnittstellen, Automation usw.) für Teile des Engineering-Prozesses.
     
  • Vision: Zudem wird die Skizzierung von einem grösseren Digitalisierungssprung (z.B. PLM-Einführung) für den Gesamtablauf von Entwurf bis Inbetriebnahme möglich.


Nach dem Gemba-Walk ist vor der Realisierung der identifizierten Verbesserungspotentiale. Im vernetzten, digitalen Zeitalter kann die Optimierung eines Teilbereichs den Weg für einen effizienten Gesamtprozess ebnen. Anpassungen wie die Behebung von Fehlerquellen mittels Automation sind Etappen auf der Strecke vom seriellen zum parallelen Engineering, d.h. der Nutzung einer zentralen Tools- und Teams-übergreifenden Datenbank als «single source of truth». Das Tempo sollen in erster Linie nicht interne Befindlichkeiten oder technische Aspekte, sondern die Kundenzufriedenheit vorgeben. 

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